Gemütlicher Stopp nicht nur für
Pilger
"Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt."
Dies ist einer der handgeschriebenen Sinnsprüche, die Ruth
Recktenwald-Maric zu originellen Wandbildern für den Gastraum in
der Klosterschänke komponiert hat. "Da haben die Gäste gleich was,
worüber sie reden können."
Das in kräftigem, warmem Orange gestrichene Haus liegt ein bisschen
versteckt in einer kleinen, erhabenen Straßenschleife links neben
dem Weg, den alle Besucher der Marienverehrungsstätte im Härtelwald
nehmen müssen. Es ist das ehemalige Wirtschaftsgebäude eines
Klosters, das heute jedoch nicht mehr existiert. Seit mehr als 100
Jahren werden hier Gäste bewirtet. Ruth und Toni Maric tun dies
seit 1987.
Spezialitäten aus der jugoslawischen
Heimat
Ein großer Tresen aus heller Eiche mit soliden Bar-Hockern
beherrscht den Eingangsbereich. Hier kann man gerne auch mal nur
auf ein gepflegtes Bierchen vorbeischauen. Die rot-goldene
Keramik-Zapfanlage aus den frühen 80er Jahren bietet zur Auswahl:
Karlsberg Urpils, Paulaner Weizen oder Bitburger Pils.

Ein dekoratives Küchen-Buffet aus dunklem Holz betont den Durchgang
zum gemütlichen Gastraum. In seinen Regalen haben neben Whisky und
Williams Birne auch jugoslawische Brände wie der Pflaumenschnaps
Slivowitz oder Julischka, eine Mischung aus Birnenlikör und
Slivowitz, einen festen Platz gefunden.
Sie sind ein erster Hinweis darauf, dass Ruth und Toni Maric in
ihrer Klosterschänke neben Gerichten aus der internationalen und
regionalen Küche auch jugoslawische Spezialitäten aus Tonis Heimat
Montenegro anbieten.
Skadarlija zum Beispiel, ein mit pikantem Käse gefülltes
Schweinefilet. Oder Muckalica, dünne Schweinefleischscheiben mit
deftiger Paprika-Zwiebel-Soße.
Dazu passt als Wein der Plavac, ein Roter aus Kroatien. Doch die
Weinkarte der Klosterschänke ist eher deutsch orientiert.
Letzter Neuzugang: Ein Grauburgunder vom Weingut Schmitt in
Obermoschel an der Nahe.
Kräuter von der Terrasse für die
Diätküche
Bunte Sommerblumen im Steintrog, rosa Rosenbüsche zu Füßen der
beiden Ahornbäume, die die Terrasse vor dem Haus beschatten - Ruth
Maric sorgt liebevoll fürs hübsche Grün rund um die Klosterschänke.
Darunter mischen sich Zitronenthymian und Basilikum in
Terracotta-Töpfen sowie weitere frische Kräuter für die
saisonbetonte Speisekarte der Klosterschänke.
Ruth Maric hat Alexander Berschneider für ihre Küche engagiert. Er
ist Diätkoch und bereitet seine Gerichte - auch die jugoslawischen
- möglichst Gluten-frei zu. Wer eine Lebensmittel-Unverträglichkeit
hat, wird hier problemlos und ganz individuell bedient.
Partyservice und Festsaal
"Von der Frikadelle bis zum Hummer - Feiern ohne Kummer." Nach
diesem Motto handelt der Party-Service der Klosterschänke. Für die
Auswärts-Buffets werden auch immer gerne Gerichte aus der
jugoslawischen Küche bestellt. "Das ist ein bisschen mal was
anderes", sagt Ruth Maric.
Bis zu 100 Personen kann die Klosterschänke selbst bewirten, in
einem Festsaal in der ersten Etage. Der schwarze, spiegelverglaste
Tresen, die weiße Kastendecke, die beiden, mit marmoriertem
italienischem Glas verkleideten Säulen, die schwarze Bestuhlung
geben dem hohen Raum schlichte Eleganz. Farbtupfer setzten die
Stoffblumen, die sich an Gardinen vor den Wänden und den hohen
Kastenfenstern hochranken. Oder die auf Wunsch rot eingedeckten
Tische. Das Buffet wird in einem Nebenraum angerichtet. Die
Schiebetür wird geöffnet, wenn es bereit ist. "Eine geschlossene,
größere Gesellschaft kann auch gerne den Gastraum mit dazu nehmen,
so dass auf zwei Etagen gefeiert werden kann", bietet Ruth Maric
an.
Wer die Dekoration von Saal und Tischen und hinterher das Aufräumen
selbst übernehmen möchte, kann den Festsaal auch ohne diese
Dienstleistungen mieten. Das Essen liefert die Küche der
Klosterschänke, die Getränke gibt's zum Einkaufspreis.