Rittermahl am Rande des
Zauberwalds 
Der Junker-Topf, ein pikantes Fleisch-Ragout raffiniert
serviert, ist eines der originellen Gerichte auf der Speisekarte
des Restaurants Kastell Teufelsburg. Das hell getünchte Haus mit
den ockerfarben umrahmten hohen Fenstern kann in der Tat weit in
die Geschichte der Region zurückblicken. Seine Entstehung
jedenfalls führt zurück ins frühe 17. Jahrhundert. Erzählungen
zufolge stand an dieser Stelle einst das Torhaus der benachbarten
Teufelsburg, ein heute gern besuchtes Ausflugsziel.
Raum-Akzente und Gerichte aus alter Zeit
Helene Vogt, Inhaberin des Kastells Teufelsburg, ist auch
Innenarchitektin. So gibt es im leicht und modern gestalteten
Gastraum mit der freigelegten soliden Sandsteinmauer hübsche und
dezente Details, die an jene alten Zeiten erinnern. Die
geschmiedeten Wandleuchten sehen aus wie Fackeln, die Tischläufer
auf den blanken schwarzen Tischen sind aus bordeauxrotem Samt, und
je nach Jahreszeit duftet es aus den Tisch-Gestecken nach Lavendel
oder Salbei.
Schnörkellos historisch wirkt auch das Ritterzimmer, das sich
nahtlos in den Gastraum eingliedert: Lange, große Tische und
durchgehende Bänke. Doch zum Haus-Event, dem Rittermahl - oder wann
immer sonst etwas gefeiert wird - biegen sich diese schweren Tische
beim Gelage. Ein unvergeßliches Erlebnis mit mittelalterlich
anmutenden Speisen und Getränken . Begleitet wird das Mahl mit
kurzweiliger stilechter Unterhaltung.
Dem Nachbarn Frankreich in die
Töpfe geschaut
Im Alltag auf Kastell Teufelsburg sind die leichten Gerichte aus
der Sammlung der leidenschaftlichen Köchin jedoch eher von der
französischen Küche inspiriert. Schließlich ist man hier in
Überherrn-Oberfelsberg unmittelbarer Nachbar. Zum klassischen
Flammekuche aus dem Elsass gibt es Weine aus dem Languedoc und dem
Bordelais. Aus der Pracht des hauseigenen Kräutergartens stammen
die Kräutlein für die auch im Repertoire befindlichen vegetarischen
Gerichte oder die Kapuzinerkressen-Blüten für den
Sommer-Salat.
Ein schönes altes Treppenhaus mit solidem Holzgeländer führt vom
Gastraum hinauf in einen Festsaal, in dem schon in den " wilden
20ern " getanzt wurde. Und wie damals kann dort auch heute bald
wieder gefeiert werden. Unter dem hohen, imposanten Gebälk mit den
gedrechselten Balkenköpfen. Von den großen Fenstern aus hat man
einen grandiosen Ausblick über das Saarlouiser Becken. "Bei klarem
Wetter bis hin zum Schaumberg", sagt die Betreiberin.
Wander-Pause im kleinen Bierhof
Unter dem Wasserfall grüner Weinreben wird dann eine Stiege vom
Festsaal hinunter in einen Bier-Hof hinter dem Kastell führen. Hier
können Teufelsburg-Ausflügler starten oder einen Schluss-Punkt
setzen. Denn gleich am hauseigenen Parkplatz hinter dem alten
Ziegenstall beginnt der Fußweg zur Ruine. 900 Meter sind's von hier
aus und es geht vorbei an einem verwunschenen Steinbruch und
Fledermaus-Höhlen. " Ein echter Zauberwald", sagen Helene´s
Kinder.
Mitbringsel aus Kastell-Küche und
Garten
Beim Abschied von Kastell Teufelsburg sollten Gäste noch kurz am
schmiedeeisernen Regal gleich neben dem schwarzen Tresen verweilen.
Dort können sie die liebevoll dekorierten Präsente erwerben:
Duftsträuße der Saison, Küchenkräuter-Bündel, Lavendelzucker und
-Kekse, Marmeladen und Chutneys,selbst angesetzte Obst-Liköre und
Essige. Mitbringsel oder Erinnerungsstücke, die zum Wiederkommen
einladen.