Die Farbe Lila und ein
idyllischer Biergarten
Das junge Outfit des Gastraumes von "Schmitteinander" im
rund 100 Jahre alten Bürgerhaus bezauberte Dirk Hammer sofort. Die
Farbe Lila an Decke und Wänden in Kombination mit den schwarz
gestrichenen Holz-Paneelen. Die großen Ornament-Bilder in
diesen Farben auf der weißen Rauputz-Wand. Die schwarzen Leder-
Stühle. Partnerin Elke Johrend sieht gleich lila Servietten als
harmonische Farbtupfer auf jedem der quadratischen schwarzen
Holztische, die man leicht zu immer neuen Gruppen kombinieren
kann.
Caipi 28, der rosa Eyecatcher
Renoviert haben die beiden dann aber schon noch. Vor allem den
Bar-Raum rund um den schwarzen Tresen. Indirekter Lichtwechsel von
Blau-lila-orange verwandelt ihn in eine wunderbare moderne
Chill-out-Lounge. Die Stufe zum schwarzen Podest mit den
niedrigen Tischen und dem Sofa zum Hinein-Sinken wiederholt das
Lichtspiel. Eine Umgebung, wie geschaffen für den
Haus-Cocktail "Caipi 28". Der beliebte Klassiker wird im
Schmitteinander mit dem Trend- Energie-Saft aus der "Schwarzen
Dose" aufgegossen. "Leuchtend Pink und mit schwarzen
Strohhalm serviert ist er ein echter Eyecatcher", freut sich
Elke.
Sommer-Lounge
im idyllischen Biergarten
Die meiste Kraft kostete die beiden jedoch die Renovierung des
großen verwunschenen Biergartens hinter dem Schmitteinander in
einer kleinen Seitenstraße mitten in St. Ingberts Fußgängerzone.
Zwischen den Zweigen alter Ahorn-Bäume blitzen die Türme der
Engelberts- wie der Josefs-Kirche auf. Rund 100 Gäste können hier
in der warmen Jahreszeit umrahmt vom satten Grün alter Lebensbäume
die leichten klassischen Gerichte von Dirk Hammers Sommerküche
genießen. Salate mit Kräutern, die er kurz zuvor von seinem üppigen
Kräuterbeet in dem alten Metall-Trog im Biergarten-Gelände
gepflückt hat. Salate mit gebratenen Riesengarnelen, mariniert mit
seinen Lieblingsgewürzen Chili und Knoblauch.
Sind die beiden großen Scheunen-Flügel ein paar Schritte neben dem
Gasthaus-Eingang geöffnet, dann wird auch im Biergarten serviert.
Ein roter Teppich leitet die Gäste durch das hohe
Einfahrts-Gewölbe, im Winter ist hier der ideale Raucher-Treff.
Hinter der kleinen überdachten Terrasse knirschen dann die Schritte
auf dem rötlichen Split-Steinen des Gastgartens. An dessen Ende
befindet sich die Sommer-Lounge des Hauses mit einer Gruppe von
gemütlichen Strand-Sesseln. Elke freut sich darauf, dort Paul K.
vorzustellen. Je nach Gusto die herbe, feurige oder fruchtige
Variante des neuen Szene-Erfrischungs-Getränks. Bei leichtem Wind
wispern die Silber-Blätter der himmelhohen Pappeln ihr Lied
dazu.
Zum Nachtisch
Kaiserschmarrn
Im Winter schreibt Dirk Hammer - er hat übrigens sein Handwerk in
der Hostellerie Bacher gelernt - kleine, aber exklusive Gerichte
auf seine Speisekarte. Beim Lammbraten mit Rosmarin-Kartoffeln
kommt dabei das Lieblingskraut aus seinem Biergarten-Gärtlein zum
Einsatz. Und zum Nachtisch ist vielleicht Kaiserschmarrn angesagt.
Elke Johrend ist ebenfalls gelernte Köchin und hat dieses Rezept
aus ihrer Heimatstadt Salzburg mitgebracht. Natürlich hat die
Österreicherin auch den nationalen Tafelspitz drauf. Für die
Saarländer allerdings, das weiß sie inzwischen, serviert sie ihn
mit Sahnemeerrettich-Soße.
Das Bistro Maximilian am Maxplatz war die erste Station der beiden
Gastronomen in St. Ingbert. Ehemalige Stammgäste konnten sie
inzwischen auch wieder im Schmitteinander begrüßen. "Ich habe hier
jetzt ein echtes Heimat-Gefühl", freut sich Elke Johrend.